Die Degufarbzucht

Eine artgerechte Haltung, sowie eine gesunde Ernährung meiner Fellkugeln ist mir sehr wichtig.
Hier bekommt Ihr einen Eindruck meiner Degu-Haltung und erfahrt mehr über deren Fütterung und Haltung.

Und das sind wir…

Meine Deguzucht besteht aktuell aus drei Zuchtgruppen, sowie einer Männchengruppe. Die Zuchttiere stammen aus unterschiedlichen Zuchten mit unterschiedlichem Stammbaum, so dass eine Inzucht-Vermehrung vermieden wird. Die Degu-Weibchen werden erst gedeckt, wenn sie eine Körpergröße bzw. -gewicht erreicht haben, welche unbedenklich für eine Trächtigkeit ist.

Die Degus sind in Volieren bzw. maßgefertigten Holz-Drahtgitter-Volieren untergebracht, die bei uns im Haus in unterschiedlichen Zimmern stehen. Dadurch sind die Degus an Menschen gewöhnt und in der Regel zahm. Der dekorative Käfig links auf dem Bild wurde übrigens von der Kleintiervilla gebaut und ist mit einem Extrem-Nageschutz versehen. So können die Etagen und Türen viele Jahre lang genutzt werden und das Deguheim lässt sich zudem gut reinigen. Allerdings sind solche Maßanfertigungen natürlich nicht sehr billig. Insbesondere Degu-Anfängern kann ich deshalb momentan z.B. diese Metall-Voliere empfehlen (nein, ich bekomme keine Provision ;)): Nager-Voliere.
Sie ist meiner Ansicht nach relativ günstig und komplett aus Metall. Besonders vorteilhaft finde ich die tiefen Metalletagen, die mit Einstreu befüllt werden können und die großen Türen. So lässt sich das Deguheim klasse reinigen und auch größeres Käfigzubehör prima anbringen. Meine Gruppe, die nicht in der Zucht steht, bewohnt aktuell eben diese Voliere und es ist für mich persönlich die beste Draht-Voliere, die ich jemals genutzt habe.
Alle meine Gruppen verfügen natürlich über ein degugerechtes Laufrad, um ihrem täglichen Bewegungsdrang nachgehen zu können.

 

Zur Fütterung erhalten meine Nager momentan eine selbst angefertigte Mischung aus der SAB-Pflanzen- und Saatenmischung (s. auch Tipps für Anfänger, Punkt 2) Ernährung), wenig zusätzlichem Körnerfutter und frischem & getrocknetem Gemüse. Heu steht ihnen selbstverständlich immer täglich frisch zur Verfügung. Frische Kräuter & ungiftige Pflanzen von der Wiese, sowie Äste mit Blättern runden das tägliche Futterangebot ab. Zusätzlich erhalten meine Degus Vitamin D.

Und ein weiteres ideales Deguheim für unsere Zucht wird eingerichtet…

Unser neues maßgefertigtes Deguheim von der Kleintiervilla ist angekommen! Beide Etagen sind mit einem Durchgang verbunden, der aber auch im Bedarfsfall verschlossen werden kann.

Fertig eingerichtet sieht das Deguheim dann so aus. 🙂 Ideal ist für uns z.B. unten links der Platz, um einen weiteren kleineren Käfig zur Vergesellschaftung von Degus integrieren zu können.

Welche Fellfarben gibt es bei Degus eigentlich bisher?

Neben der natürlich vorkommenden Fellfarbe Agouti gibt es Degus inzwischen in Blau (ein silber-grauer Farbton), Sand, Cream (heller Sandton, selten), Blue non Agouti (dunkelgrau, selten), Schoko (Farbe ähnlich wie Milchkaffee, selten), Lilac (hellgrau, sehr selten) und Schwarz (selten). Einige dieser Fellfarben sind nur sehr schwierig bzw. aufwendig herauszuzüchten. Dementsprechend gibt es von diesen Farben bislang nur wenig Tiere und die Preise sind entsprechend hoch.
Durch das Einzüchten von gescheckten Degus entstehen inzwischen wirklich hübsche Farbscheckungen jeder Farbe. Echte weiße Degus (die nicht Albinos sind) kommen bisher jedoch noch nicht vor. Erscheint ein Degu “weiß” handelt es sich in der Regel um einen Superschecken, der nur noch sehr wenige Fellhaare anderer Farbe ausweist. Besitzt ein Degu nur vereinzelte weiße Stellen, dann nennt man ihn Punktschecke. Bei deutlicher weißer Flecken handelt es sich um einen sog. Starkschecken.

EDIT: Bald folgen an dieser Stelle Bilder der einzelnen Fellfarben.